Verantwortung übernehmen bedeutet für mich nicht, überall mitreden oder jede Entscheidung beeinflussen zu müssen. Gerade in einem Verwaltungsrat oder Stiftungsrat ist meine Rolle eine andere als im operativen Alltag.
Ich möchte Erfahrung, Fragen und eine unabhängige Perspektive einbringen. Nicht, um selbst jede Lösung vorzugeben, sondern um dazu beizutragen, dass eine Organisation tragfähige Entscheidungen trifft.
Wer täglich operative Herausforderungen bewältigt, muss sich verständlicherweise um das Hier und Jetzt kümmern. Ein strategisches Gremium sollte zusätzlich weiter nach vorne schauen.
Welche Entwicklungen könnten wichtig werden? Welche Fähigkeiten braucht die Organisation? Welche Risiken übersehen wir vielleicht? Und was bedeuten diese Fragen für die Menschen, die dort arbeiten und Verantwortung tragen?
Ich finde es wichtig, dass in einem Gremium unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Nicht, damit man möglichst lange diskutiert, sondern damit Entscheidungen besser werden.
Dazu gehört auch respektvoller Widerspruch. Eine unbequeme Frage zur richtigen Zeit kann hilfreicher sein als eine schnelle Zustimmung. Vertrauen bedeutet nicht, dass wir immer gleicher Meinung sein müssen.
Gute Governance braucht Transparenz, Verbindlichkeit und klare Zuständigkeiten. Aber sie darf nicht in operative Detailsteuerung ausarten. Ein Gremium muss seine Verantwortung ernst nehmen und dem operativen Team gleichzeitig Handlungsspielraum lassen.
Mich interessieren Mandate, in denen ich tatsächlich etwas beitragen kann – durch Erfahrung, Neugier und die Perspektive auf Menschen, Führung und Zukunftsfähigkeit. Einen Sitz nur um des Sitzes willen brauche ich nicht.
Du planst einen Anlass, suchst Verstärkung für ein Gremium oder wünschst dir ein unabhängiges Gegenüber für eine wichtige Frage? Ich freue mich auf unseren Austausch.